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von Meer zu Meer

Wenn ihr in Schleswig-Holstein wohnt, dann seid ihr ganz bestimmt schon einmal auf einer Brücke über ihn gefahren oder habt ihn mit einer Fähre überquert: den Nord-Ostsee-Kanal. Diese von Menschen gebaute Wasserstraße ist 98,6 Kilometer lang und verbindet – genau: die Nordsee mit der Ostsee. Der Nord-Ostsee-Kanal ist übrigens die meistbefahrene Wasserstraße der Welt. Das und noch mehr hat die zehnjährige Emmy im Heimat- und Sachunterricht gelernt. Und hat sich daraufhin mit ihrer Mama zusammen den NOK (so wird der Nord-Ostsee-Kanal abgekürzt) mal im Live-Check erfahren.

Das Fahrrad ist perfekt, um den NOK in seiner ganzen Länge zu erkunden. Zwei Tage haben wir dafür eingeplant. 

In Brunsbüttel geht es los – unser Papa bringt uns und die Fahrräder mit dem Auto dorthin, die Taschen sind gepackt: Zahnbürste, Nachthemd, ein Wechsel-T-Shirt und natürlich Unterwäsche. Außerdem haben wir eine Kühltasche mit viel zu trinken, Kirschen, Keksen und ein paar Süßigkeiten dabei – schließlich ist Proviant das Wichtigste!

Wir schwingen uns auf die Fahrräder und düsen los – ein bisschen mulmig ist mir schon bei dem Gedanken an den langen Weg. Neben dem Nord-Ostsee-Kanal gibt es überall eine Spurbahn. Die lässt sich sehr gut fahren. Eigentlich ist dieser Weg dafür, dass Fahrzeuge für Wartungs- und Reparaturarbeiten den Kanal gut erreichen können. Andere Autos dürfen hier nicht fahren, Fußgänger und Radfahrer sind aber erlaubt. 

„Moin!“ „Moin Moin!“

Die Aussicht am Kanal entlang ist eigentlich sehr schön: links immer der grüne Knick und rechts immer das blaue Wasser. Ab und zu fahren Frachtschiffe auf dem Kanal, zwei Mal sehen wir den nostalgischen Raddampfer „Freya“. Auch viele Segelboote kommen hier entlang, die meisten haben eine dänische Flagge am Heck. Manchmal passieren auch richtig riesige Kreuzfahrtschiffe den Kanal. Zurzeit geht das wegen Corona natürlich nicht, aber wann genau die ganz großen Schiffe fahren, steht auf auf www.traumschiffe-im-kanal.de. Wir sind nicht die Einzigen, die bei dem schönen Wetter am Kanal entlang fahren – viele Radfahrer und Fußgänger begegnen uns. Alle grüßen sich: mit „Moin“ oder „Moin Moin“. Unsere erste Pause machen wir im Gras am Ufer.